Gedopt wird nur im Radsport

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Freitag, 13. Juli 2012 von Didi in Doping

Die anderen Sportarten haben damit kein Problem !!!!

Gut das es das Opfer „ Radsport „ gibt !!


Meine Meinung dazu:

In keiner Sportart wird soviel kontrolliert wie im „ Radsport „

Es wird wenigstens versucht das Problem in den Griff zu bekommen.

Andere Sportverbände verhalten sich ruhig, nur wenn es darum geht,  wenn ein Sponsor nicht mehr im Radsport präsent sein möchte,  sind die Geier direkt da !!

Beispiele:

Mapei      jetzt Sponsor der italienischen Fussballnationalmannschaft

Telekom   jetzt Sponsor FC Bayer München

Was im Fussball erlaubt ist, daran darf man im ” Radsport” erst gar nicht denken. Schon der Versuch des “Denkens” wird im Radsport mit einer Sperre belegt und von der Presse ganz groß veröffentlicht.

  • 60 Prozent der Spieler der WM 2010 nahmen Schmerzmittel. Trotzdem habe der Fußball kein ernstes Dopingproblem, sagt Jiri Dvorak, der Chefmediziner der Fifa, im Interview.
  • US-Torhüterin Solo nach Dopingtest verwarnt

Hope Solo ist nach einem positiven Dopingtest mit einer Verwarnung davongekommen. Foto: Marius Becker  (©dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH)

Berlin (dpa) – Die amerikanische Fußball-Nationaltorhüterin Hope Solo hat nach einem positivem Dopingtest eine Verwarnung ihres Verbandes erhalten.

Die 30 Jahre alte Olympiasiegerin von 2008 und Vize-Weltmeisterin von 2011 war bei einer Urinprobe vom 15. Juni auf eine verbotene Substanz getestet worden.

Solo darf aber bei den Olympischen Spielen in London (27. Juli bis 12. August) antreten, wie die nationale Anti-Doping-Agentur USADA mitteilte. Solo habe glaubhaft versichert, dass sie das Diuretikum unwissentlich nach einer Verschreibung ihres persönlichen Arztes genommen hatte.

Die Frauenfußball-Nationalmannschaft der USA gewann bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 und in Peking 2008 jeweils Gold. Vor vier Jahren war Solo Stammtorhüterin. In Athen war sie noch nicht zum Einsatz gekommen.



Spanische Erfolge im Sport

 Weltliche Hilfe für die Generation Gold

12.07.2012, 11:33 2012-07-12 11:33:58

Ein Kommentar von Thomas Kistner

Die neuerlichen Doping-Enthüllungen um Armstrongs Helfer gehen weit über den Radsport hinaus, sie betreffen den Spitzensport in ganz Spanien: Fußball, Tennis, Leichtathletik, Rad. Generation Gold nennt sich diese denkwürdige Fügung des Schicksals – doch es könnte auch illegale Gründe geben für die wundersame Dominanz.

 

Die Doping-Affäre um Lance Armstrong nimmt Fahrt auf, und womöglich ist es kein Zufall, dass unter den drei soeben lebenslang gesperrten Betrugshelfern wieder zwei Experten aus Spanien sind: Trainer Jose Marti und Luis Garcia del Moral, ein Sportarzt mit klingendem Namen in der Profibranche. Wobei hier nicht nur von Radprofis die Rede ist – einschlägigen Firmenwebsites zufolge hat del Moral auch die Fußballer des FC Barcelona und seines Heimatklubs Valencia betreut. Bisher wies er alle Vorwürfe von sich. Wen aber überzeugt das angesichts der Tatsache, dass er eine lebenslange Sperre akzeptiert?

Von Rekord zu Rekord: die spanische Fußball-Nationalelf. Anhänger feiern die Mannschaft auf der Siegesparade zum Gewinn der Europameisterschaft in Madrid. (© Getty Images)

Es gibt ein Problem an dem neuerlichen Sündenfall, das weit über den Radsport hinaus weist. Es trägt eine ungeheuerliche Kontur und lautet, auf zwei Worte gebracht: Spaniens Spitzensport.

Es ist ja so, dass die luft- und kraftstrotzenden Helden Iberiens seit bald einer Dekade die globalen Kernsportarten aufmischen: Fußball, Tennis, Leichtathletik, Rad. Generacion de oro nennt sich diese denkwürdige Fügung des Schicksals, Generation Gold. Dass im Dunstkreis des kollektiven Körperwunders häufig der legendäre Blutdoper Eufemiano Fuentes auftauchte, der wiederholt in Haft saß, zuletzt 2011, wurde in der Sportnation nie als Indiz dafür betrachtet, dass es neben dem Generationenglück auch ein paar weltliche Gründe geben könnte für die wundersame Dominanz.

Spaniens Guardia Civil hatte bis zum Jahr 2006 die groß angelegte, internationale Doping- und Geldwäsche-Ermittlung “Operacion Puerto” geführt, im Zentrum standen Fuentes und Ärztekollegen. Die Madrider Justiz klappte die Akte in dem Moment hastig zu, als mehr herauszusickern begann als ein paar Dutzend Radprofis aus aller Herren Länder. Dass auch Fußballer, Tennisprofis und andere zur Fuentes-Klientel gehörten, blieb so stets ein gut unterfüttertes Gerücht – wobei der Doc die Kicker-Kontakte selbst einräumte, im Sender Cadena Ser:

Er habe Teams aus der ersten und zweiten spanischen Fußball-Liga betreut. Ohne sich dabei als Doper zu outen, klar. Was bis heute nichts ändert an der drängenden Frage, warum die Creme der spanischen Fußballklubs, darunter laut Fuentes auch Barcelona, um Fachdienste eines Gynäkologen buhlte?

In Spanien beißt man mit solchen Fragen auf Granit. Und schlimmer. Als es die französische Le Monde schaffte, Fuentes’ Medikationspläne für Fußball-Spitzenklubs zu publizieren, kassierte sie durch Amtsrichter in Barcelona und Madrid enorme Geldbußen – in Prozessen, bei denen der Zeitung die Vorlage just der von Fuentes handgefertigten Pläne untersagt worden war, auf die sie ihren Bericht gestützt hatte. Le Monde will bis zum Europäischen Gerichtshof gehen.

So schwebt über Spaniens Fußball eine düstere Frage, die Doktor Del Moral nun aktualisiert. Auch die Welt-Anti-Doping-Behörde Wada wird sich dafür interessieren, die nie aufgehört hat, Spanien wegen der Einstellung der Fuentes-Ermittlungen zu rügen, die schon so weit gediehen waren. Zu weit?

Dass es damals Weisung von oben gab, ist ein Gerücht, das jedoch Sinn ergibt in einem Land, dessen Klubs das Prädikat real (“königlich”) tragen und dessen Nationalteam gerade alle Rekorde bricht. Aber wo Fußball staatstragende Bedeutung hat, haben Betrugsfahnder einen besonders schweren Stand. Frag’ nach in Italien, wo Juventus Turin sein Team jahrelang mit eigenen Blutdoping-Programmen stärkte. Damals, in den Neunzigern, erlebte Juve sein Goldenes Zeitalter. Es endete in einem Fiasko: vor Gericht.


Quelle: Süddeutsche.de




Spanien steht fest zu seinem(n) Dopingsünder(n)

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Dienstag, 21. Februar 2012 von Didi in Doping

Von Peter Ahrens   Quelle SPIEGELONLINE Sport

Tennisstar Nadal über Contador: “Es ist zum Heulen”

Von Tennisstar Rafael Nadal bis hin zum ehemaligen Tour-de-France-Sieger Miguel Induráin: Die Spanier empören sich über die Dopingstrafe für Radprofi Alberto Contador. Weitaus zurückhaltender reagiert der aktuelle Tour-de-France-Sieger Cadel Evans. 

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Hamburg – Dopingvorwürfe – das Thema ist Rafael Nadal durchaus vertraut. Der Tennis-Superstar aus Spanien muss sich seit Jahren gegen den Verdacht wehren, leistungssteigernde Mittel könnten bei seinem Aufstieg an die Weltspitze mitgeholfen haben. Mal wurde sein Name im Zusammenhang mit dem berüchtigten Dopingarzt Eufemiano Fuentes genannt, zuletzt wunderte sich Frankreichs Tennis-Ikone Yannick Noah, dass die Spanier alle so wirken, als seien sie “wie Obelix in den Zaubertrank gefallen”.

Dass so einer die Sperre seines Landsmanns Alberto Contador missbilligen würde, ist daher nicht so wirklich überraschend. Contador stand wie Nadal schon 2006 im Ruch, Fuentes-Kunde gewesen zu sein. “Die Contador-Nachricht ist unglaublich. Sie geben ihm die Höchststrafe! Das ist zum Heulen”, twitterte Nadal zu der Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofes Cas, den spanischen Radstar bis August zu sperren. Contador, in dessen Urinprobe 2010 der verbotene Wirkstoff Clenbuterol festgestellt wurde, darf damit nicht an der Tour de France und an den Olympischen Sommerspielen in London teilnehmen. Der Tour-Sieg 2010 und der Giro-Triumph 2011 wurden ihm nachträglich aberkannt.

Spanien zeigt sich seitdem empört – schließlich hatte der spanische Verband Contador bereits im Januar 2011 flugs freigesprochen. Die Zeitung “El Mundo” schäumt: “Jeder Jurist, der das Urteil liest, kommt zu dem Schluss, dass die Sperre für Contador ein kompletter Irrsinn ist.” Und “Marca” sekundiert: “Der Internationale Sportgerichtshof hat den Verstand verloren. Die Verurteilung Contadors ist der Höhepunkt der Absurdität.”

Der fünfmalige Tour-de-France-Sieger Miguel Induráin nannte es eine “lächerliche Entscheidung”. Auch gegen Induráin verstummten die Dopinggerüchte nie, gegen Sastre kamen 2008 Vorwürfe auf, denen aber keine Beweise folgten. Der Toursieger von 2006, Oscar Pereiro legte sich fest: “Ich glaube, dass er unschuldig ist. Ich kenne ihn.” Pereiro hatte seinen Toursieg der Tatsache zu verdanken, dass der eigentliche Sieger, Floyd Landis aus den USA, als Dopingsünder entlarvt wurde.

Evans äußert sich zurückhaltend

Überhaupt: Aus dem Radsportlager kommen als Reaktionen auf den Cas-Spruch die üblichen Reflexe. “Jemand möchte den Tod des Radsports”, versuchte sich Belgiens Rad-Idol Eddie Merckx an einer Verschwörungstheorie. Das Strafmaß sei “völlig übertrieben”, befand der frühere Toursieger Pedro Delgado. Delgado hatte die Tour 1988 gewonnen, obwohl er positiv auf Doping getestet worden war. Da das bei ihm festgestellte Mittel aber nur auf der Dopingliste des Internationalen Olympischen Komitees, nicht aber auf der des Rad-Weltverbandes UCI stand, durfte er seinen Titel behalten.

Zurückhaltender gab sich der aktuelle Tour-Champion Cadel Evans aus Australien. Er sieht sich durch das Urteil bestätigt, dass der Radsport im Kampf gegen Doping eine Vorbildfunktion einnimmt. “Der Radsport hat mehr als genug getan, um zu zeigen, dass er die richtigen Dinge tut, wenn es um den Kampf gegen Doping geht. Jetzt ist es Zeit für andere Sportarten, um auf den Radsport zu schauen und abzugleichen, was wir tun, damit der Kampf gegen Doping irgendwann mal sportartübergreifend gewonnen werden kann”, sagte Evans dem australischen Sender SBS.

Den Fall Contador kommentierte er nicht konkret: “Ich kenne die Hintergründe und die genaue Faktenlage nicht. Ich mache nur meinen Job, zu entscheiden haben andere Autoritäten.”

Der deutsche Teamchef des Profirennstalls Katjuscha, Hans-Michael Holczer, ließ mitteilen: “Das einzig Positive, was ich dem Urteil abgewinnen kann, ist die Tatsache, dass man uns nicht vorwerfen kann, dass wir Tour-Gewinner schonen würden.”