Fahrt mit Helm -> von unserem Weltmeister Tony Martin !

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Freitag, 18. Mai 2012 von Didi in Allgemein

„Denn darin stecken wieder ganz menschliche Aspekte, wie die Eitelkeit. Es ist völlig okay, wenn die Optik entscheidet. Hauptsache man ist geschützt.“

 


 


 Auszug aus Tony Martins offizieller Hompage


  Donnerstag, den 19. April 2012 um 17:02 Uhr


 Als ich meinen Helm bei der Polizei abholte, erschrak ich sehr. Er war blutverschmiert und an der linken Seite gebrochen. Wenn ich ihn nicht gehabt hätte, wäre etwas anderes gebrochen: Mein Schädelknochen. Ich bin mir sicher, dass mir der Helm das Leben gerettet hat. Angesichts der anderen Brüche in meinem Gesicht will ich mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn ich nur mit Mütze unterwegs gewesen wäre. Ich bin heilfroh, dass ich den Helm auf hatte. Es gibt keine Rechtfertigung dafür, warum man ohne ihn auf dem Rad sitzt. Mein Unfall verdeutlicht, überall können Unfälle passieren. Ich fuhr nur drei Kilometer von zu Hause entfernt auf einem Radweg, einem Ort, an dem man sich eigentlich sicher fühlen kann. Bei jedem kleinen Ausflug in der Stadt oder auf dem Land, die Gefahren lauern überall. Ich weiß selbst, wie eitel man manchmal ist und Ausreden findet, um ihn nicht aufzusetzen. Früher bin ich bei Sommerhitze im Training auch ohne gefahren, damit ich ja keinen Abdruck der Riemchen im Gesicht bekam; nahtlose Bräune war angesagt. Wie leichtfertig ich da mit meiner Gesundheit umgegangen bin, vermag ich erst jetzt einzuschätzen. Ich kann euch wirklich nur raten: Fahrt mit Helm! Und wenn es nur 500 Meter bis zum Bäcker sind. – Das Foto entstand auf einer meiner ersten Trainingsfahrten nach dem Unfall.


 Mittwoch, den 25. April 2012 um 16:20 Uhr


 Ich bin überwältigt von der Reaktion auf meinen Appell, nie ohne Helm zu fahren. Ich hatte schon ein bisschen Angst, dass ich als Oberlehrer rüberkommen könnte. Aber scheinbar war mein Sturz nicht ganz umsonst. Und scheinbar habe ich meinen Kopf letztlich für eine gute Sache hingehalten. Vielen Dank für die Genesungswünsche. Ich kann euch zum Glück mitteilen, dass ich schon wieder fünf Stunden trainieren fahren konnte. Danke an dieser Stelle auch für die vielen Likes bei Facebook und dafür, dass ihr den Beitrag so oft geteilt habt. Gemeinsam haben wir somit eine ganze Menge Leute erreicht.


 Eigentlich wird es den vielen guten Kommentaren nicht gerecht, wenn ich nur auf einzelne eingehe. Aber ich habe mich entschlossen, einige zu erwähnen. Zum Beispiel den von Rebekka Paul, die ihr Geld am liebsten für Schuhe, Taschen, Klamotten und Sonstiges ausgibt, “ABER nach lesen Deines Artikels war meine erste Investition der Kauf eines Helms. Zugegeben, ich hab schlussendlich die Auswahl nach Optik getroffen – steht mir gar nicht mal so schlecht das Teil – und Tussenkram kaufen macht mir immer noch mehr Spaß, aber absolut richtig gemacht. Daher wirklich super, dass Du Dir die Zeit für den ‘Appell’ genommen hast, Deine Erfahrung teilst – bei mir hat es gewirkt!!”


 Auch ich kann im Gegenzug nur Danke für diese Zeilen sagen. Denn darin stecken wieder ganz menschliche Aspekte, wie die Eitelkeit. Es ist völlig okay, wenn die Optik entscheidet. Hauptsache man ist geschützt.


 Auch die Anregung von Siegfried Schenk werde ich beherzigen und meine Erfahrungen an meine Berufskollegen weitertragen. Dann geht vielleicht auch der Wunsch von Miriam Arnold in Erfüllung, die geschrieben hat: “Wünsche mir mehr solche Beiträge von Profis. Hat mir sehr gut gefallen.” Diese und viele andere Kommentare könnt ihr auf meiner Facebookseite ebenso wie den von Martin Stolzenburg noch einmal nachlesen: “Perfekter Appell!! Vielen Dank dafür. Wenn ein Weltmeister solch deutliche Worte findet und die eigenen Erfahrungen einbringt, findet das hoffentlich Gehör.” Viele haben auch eigene Sturzgeschichten erzählt, die meine fast lapidar aussehen lassen.


 Also vielen, vielen Dank für euer Engagement. Ich hoffe, wir haben uns damit ordentlich Gehör verschafft.


   


Danke Tony !  Ich schreibe hier wohl im Sinne aller Edelweiss Piraten der Landstrasse.

 Im letzten Jahr war  es zweimal unsere Magali  und  vor kurzen Ende März unser Frank, denen das Tragen Ihres Helmes Sie  vor nicht auszumalenden Folgen bewart hat.


 


     

 


Hier ein kleiner Auszug aus meiner Trainingslehre

 „Helmplicht“


 bei :-Didi`s Friends Club


 Ich habe hier ein paar Zitate aufgeführt die zum Mitdenken aufforden sollen.


 +“Der Tod von Andrej Kiwilew hat viele Diskussionen ausgelöst. Nach Ansicht vieler Experten, unter anderem auch von Cofidis-Mannschaftsarzt Dr. Jean-Jacques Menuet, wären die Sturzfolgen deutlich geringer ausgefallen, wenn der 29 Jahre alte Kasache einen Helm getragen hätte.”
 


 +“Oft bin ich als Radfahrer gar nicht Schuld an meinem Unfall”


 +“Ich möchte zumindest mein wichtigstes Körperteil ein wenig schützen”

+“Mein Helm hat mir mal das Leben gerettet, denn nach dem Sturz war er zerbrochen.”


 ->Mitdenken ist in allen Lebenssituationen erforderlich und ohne die volle Funktionsfähigkeit  Eueres wichtigsten Körperteils ist dies leider nicht mehr möglich.


 Kurz und knapp -> ich bin um Eure Sicherheit und Euer Wohlbefinden besorgt


  deshalb besteht


  bei von mir geleiteten Radtrainingseinheiten ohne Ausnahme Helmpflicht !!!!!!!


  


  Der Helm ist immer dabei. Auch bei „ Kaffee – Touren „ !!!!!!!!!!!!!!!


Bis bald

Euer Didi 


 


 


  

 


  

 







































” Didi`s Story M 312 Iberostar Playa de Muro 2012 ”

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Montag, 7. Mai 2012 von Didi in Allgemein

Alcudia / Playade Muro / Hotel Esperanza

Samstag morgen den 28.04.2012

um 5:45 Uhr klingelt der Wecker.

Die Challange beginnt !!!!


Schnell unter die Dusche den Traininganzug angezogen und dann runter zum Frühstück. Kurz einen Blick vor den Hoteleingang geworfen… naja.  Kalt ist es nicht mehr und die Sonne geht gerade auf.. also ab in den Frühstückraum… es duftet nach Kaffee… den brauch ich jetzt auch..  habe mein eigenes Müsli und Sojamilch dabei.. dann noch zwei Scheiben Schwarzbrot mit Käse belegt und zwei Espresso dabei… bin nicht alleine hier … es sitzen  schon andere voll angezogen mit Trikot und Rennhose dort und versuchen soviel wie möglich oder sagen wir mal soviel mie nötig  zu frühstücken… kaum Gespräche… man merkt die Anspannung… jeder fragt sich wohl jetzt ob er auch alles richtig macht bzw. gemacht hat … es ist nicht mehr lange bis zum Start…  jetzt ist auch nichts mehr zu korrigieren. . das Rennrad ist geputzt und auch die richtige Übersetzung ist montiert.. und ganz besonders das Training im Vorfeld zu diesem M312  ist abgeschlosssen .. 


 also raus aus dem Hotel Ihr Piraten der Landstrasse … die Beute wartet … heute sind es 312 Kilometer und 4000 Höhenmeter!!!

 

 

Circa 800 Teilnehmer nahmen die Herausforderung an und starten gemeinsam pünktlich um

7:00 Uhr vor dem Iberostar Hotel Playa de Muro.

Schon ab 6:30 Uhr füllten sich langsam die Startreihen.

Eine super Atmosphäre liegt  über dem Starterfeld.

Jeder bereitete sich auf seine eigene Art vor auf die Challange die ihn in Kürze erwarten würde.

„ Habe ich die richtige Kleidung für heute gewählt ? „ Die meisten standen im Kurzarmtrikot mit Armlingen an der Startlinie. Einige hatten auch noch ein Regencape oder eine Windweste zusätzlich übergezogen. Lange Hose und Langarmtrikot waren die Ausnahme, aber auch hierfür hatten sich einige entschieden.

Gestern war es sehr war , so um die 30 Grad „ , und für heute war auch tolles Wetter vorhergesagt.

Ich habe mir ein Windweste in die Trikottasche gesteckt, wer weiß wie kalt es oben am „ Puig“ auf ca, 900 Höhenmetern noch sein wird  und dann folgt ja auch direkt die lange Abfahrt nach Soller.

Aber da sind wir noch nicht. Jetzt nur noch ein paar Minuten bis zum offiziellen Start. Die letzten Anweisungen vom Veranstalter durchs Mirco begleitet von lauter Musik. Die Anspannung steigt und dann ist es endlich soweit.  „ !!!! Start !!!!

Langsam setzt sich das riesige Fahrerfeld in Bewegung. Es piipt als ich über die Startmatte rolle. Mein Transponder welchen ich an meinem linken Schuh befestigt habe setzt meine Zeitnehme in Betrieb.  Jetzt gibt es keinen Weg mehr zurück. Werde ich es schaffen ?? Noch nie in meinem langen Radfahrerleben bin ich so eine Distanz mal geradelt und dann noch die 4000 Höhenmeter die auch noch heute auf mich warten. Es ist mir ein wenig kalt auf den ersten Kilometern durch Alcudia, aber was sagt eine alte Radrennfahrerweisheit : „ Zieh dich so an das du am Anfang ein wenig frierst ! „ Bald hatten wir Alcudia hinter uns gelassen und fuhren direkt am Meer ( Bucht von Pollenca) entlang. Die Sonne wärmte uns jetzt ein wenig. Gänsehautfeeling bei Tempo su um um 35-40 km/h. Porte Pollenca ist der nächste Ort und von hier aus ging es dann Richtung Pollenca über die breite Hauptstrasse. Nach dem Kreisverkehr in Pollenca als wir in die Straße Richtung Kloster Lluc abbogen, ging es dann „ endlich  los. Bei jetzt schon leicht ansteigender Strassse wurde das Tempo wurde erhöht. Ich mag es nicht in so großen Fahrerfeldern zu radeln und bin froh das sich jetzt schon kleinere Gruppen bilden. „Achtung !! Nur nicht zu schnell schon jetzt ist meine heutige Taktik !“ Als wir dann im eigentlichen Anstieg hinauf Richtung Kloster Lluc sind  habe ich mich einer Gruppe angeschlossen die ich locker mithalten kann. „ Hey.. fahr schneller.. die Gruppe vor Dir holst Du dir noch „ sagte der kleine Teufel genannt „ falscher Ehrgeiz“ in mir „ Aber mein Kopf  sagte mir „ Nein bloß nicht , Bleib sitzen und  spar deine Kräfte, nur nicht jetzt schon zu nah ans Limit ! Wer weiß ob es zu dem Zeitpunkt die Richtige Entscheidung ist.. Das sollte sich später dann noch zeigen.

Die erste Verpflegung  bei KM 50 ich passiere ohne anzuhalten, dann ging es hinauf zum Puig Major  vorbei an den beiden wunderschönen Seen. Nach dem Tunnel bei KM 56 ( höchste Stelle der heutigen Runde = 900 Meter Meereshöhe )  dann runter in die Abfahrt nach Soller. Oooh.. ganz schön windig hier oben auf dieser Seite des Tramuntana Gebirgszuges.. Hinter Soller folgte dann der Anstieg Richtung Deiá über den Coll den Blenda ( Km 76 = 226 Meereshöhe)

Bei KM 89 dann die erste Zeitnahme in Valdemossa. Habe bis hierhin 3 Stunden 22 Minuten gebraucht.

Jetzt mal runter vom Rad und in aller Ruhe die Flaschen wieder befüllt und ein paar Bananen und Energieriegel in die Trikottaschen gesteckt. Noch ne Dose Cola und dann geht es weiter.

Ich bleibe nicht gerne solange bei Verpflegungsstellen stehen und trinke die Cola dann erst auf dem nächsten Kilometer beim radeln. Bin jetzt ganz alleine unterwegs aber vor mir habe ich eine größere Gruppe in Sichtweite. Jetzt doch mal kurz etwas schneller und bald habe die Gruppe erreicht. Ein lustiger Haufen von Spaniern und ein Engländer ist auch dabei. Mit dem kann ich mich ein wenig unterhalten. Die Spanier übernehmen den größten Teil der Führungsarbeit, was mir nicht unrecht ist. Es folgt jetzt die tolle wunderschöne Küstenstrasse vorbei an Banjalbufar (KM105)  und Estellencs  (KM 112). Dann erreichen wir nach einer längeren Abfahrt Andraitx ( KM 129 ). So jetzt noch über den Col den Esteva (KM 135) und wir haben die Berge hinter uns. Calvia bei  Km 140 ist erreicht und hier befindet sich dann die nächste Verpflegung. (meine Zwichenzeit KM 140 = 5 Stunden 14 Minuten ) „ Nur noch 172 km bis zum Ziel „  Ich fühle mich noch sehr gut, war doch wohl richtig die Entscheidung nicht von Anfang an vorne dranzubleiben. Der Streckenverlauf geht jetzt Richtung der Hauptstadt Palma (KM150). Jetzt sind wir fast wieder auf Meereshöhe und der „ flache“ Teil der 312er Runde steht jetzt bevor. Es Molinar, Coll den Rabassa, Can Pastilla, Playa de Palma und Arenal sind die nächsten Orte die wir durchqueren. Das Tempo hat jetzt ganz schön angezogen. Wir sind jetzt eine Gruppe von 7 Fahrern  und wechseln uns regelmäßig in der Führungsarbeit ab. Ich erwarte schon seid längerem das die Gruppe mit den Spaniern wieder zu uns auffährt. Die Jungs haben wohl in Calvia eine längere Pause eingelegt oder unsere Gruppe fährt zu schnell. Das letztere trifft wohl eher zu, denn bald sind wir nur noch zu „ Fünft „ Ein Engländer, zwei Spanier und zwei kösche Jungs !!!! Jetzt macht es sich bemerkbar das ich meine Kräfte richtig eingeteilt habe, denn ich bin der noch „ Stärkste“ und mit meinen 55 Jahren aber der älteste in dieser Gruppe. Wenn die Straßen mal ein wenig bergauf gehen, brauche ich nicht bei weitem t an mein Limit zu gehen, damit die anderen noch dranbleiben. Ses Salines (meine Zwichenzeit KM 224 = 7 Stunden 59 Minuten ),, Colonia de Sant Jordi, Llombards, Santanyi , Calogna und S´Horta sind die nächsten Orte die wir passieren. Unser Tempo ist relativ hoch und noch immer erwarte ich das die große Gruppe die sich irgendwo hinter uns befindet bald mal aufschließt.  Ohh jetzt haben wir gerade das 250 km Schild passiert.  Noch nie in meinem so langen Radfahrerleben bin ich soviel Km geradelt.  Einer der Spanier unserer 5er Gruppe haben wir verloren. Dafür haben wir einen „ Tunnel Team Fahrer“ aufgefahren, der aber keine Führungsarbeit mit übernimmt. Der andere Spanier im (rosa Trikot) hat auch schon seine Führungsarbeit eingestellt und so ruht  die Hauptverantwortung fürs Tempo nur noch auf den den Schultern vom unserem englischen Kumpel und den beiden Kölner Jungs. In Porte Cristo müssen wir am Hafen die steile Wand hinauf zur nächsten Verpflegungsstelle (meine Zwichenzeit KM 264 = 9 Stunden 15 Minuten ).

Ab hier kenne ich mich wieder sehr gut aus, da ich ja sehr oft  meinen Urlaub in Cala Ratjada verbringe. Es folgt jetzt ein breite Strasse Richtung Son Severa. Hier folgen wir der neuen Umgehungsstrasse und biegen dann ab Richtung Capdepere/Cala Ratjada.

Von dieser Strasse biegen wir dann kurz später ab Richtung Arta. Es folgt ein kurzer Anstieg der jetzt doch schon ganz schön weh tut. Seid einiger Zeit wird unsere Gruppe  jetzt von einem Motorroller mit einem Fahrer vom Veranstalter  und ein Polizeimottorad begeleitet. Das bedeutet für uns freie Fahrt auf den letzten Kilometern.

Arta die letzte Verflegung ((meine Zwichenzeit KM 285 = 9 Stunden 53 Minuten ) nur noch 27 km bis ins Ziel. Wir halten nicht mehr an und werden bei der Durchfahrt von einigen Zuschauern bejubelt. Das motiviert !! So jetzt noch die leichte Steigung bis zum sogenannten „ Schweineberg“ ..  auf der Abfahrt hinunter machen wir uns alle so klein wie möglich um dem heftigen Gegenwind die geringste Angriffsfläche zu bieten. Es folgt nach einem Flachstück die kurze Abfahrt runter  zur „ Tankstelle „ ( hier geht die Strasse links ab Richtung Petra ) Der direkt folgende Anstieg wird ziemlich zügig gefahren und oben bin ich dann mit dem „ Engländer „ alleine. Wir drehen uns um aber keiner von unseren Weggefährten ist zu sehen. Wir entschließen uns zu zweit dem Ziel entgegen zu radeln. Nach dem Abzweig nach Son Serra de Marina geht es dann noch mal ein wenig runter aber direkt folgt der letzte kurze Anstieg ,welcher  hier bei KM ca 300 doch ganz schön weh tut. Ich versuche mit einem möglichst kleinem Gang mein Tempo zu halten und auf der Flachen angekommen bin ich dann nur noch alleine. So jetzt nur noch ca 10 km. Also beschließe ich ab jetzt so schnell zu radeln wie es mir noch möglich ist. Die Beine schmerzen, aber es gelingt mir trotz Gegenwind die Geschwindigkeit nicht unter 40 km/h fallen zu lassen. Can Picafort KM 305 !! Ich gebe noch mal alles und hole die letzten Reserven aus meinem Körper raus.  Nur noch 6 Km. Diesen Streckenabschnitt bin ich schon sehr oft geradelt, nur nicht mit über 300 km in den Beinen. Jetzt nicht nachlassen. Das nahe Ziel vor Augen konzentriere ich mich noch mal voll, Oberkörper ruhig und mit einem sogenannten rundem Tritt, nähere ich mich dem so ersehnten Zielstrich. Ziemlich erschöpft biege ich auf die Zielgerade ein und habe noch mal die Kraft das Tempo was zu erhöhen. Finale !!!  Völlig glücklich überquere  ich den Zielstrich bei KM 312 !!  ooh was war das ?? kurz hinter dem Ziel merke ich das die große Gruppe auf die ich schon so sehnsüchtig unterwegs  gewartet hatte auch schon da ist. Platz 35. das hätte ich nicht erwartet. Fühle mich jetzt großartig, denke mir aber das der große körperliche Einbruch noch später kommen wird. 312 km mit ca 4000 Höhenmetern in 10 Stunden 30 Minuten bei einem fast 30er Schnitt ( 29,7 km/h)  gehen bestimmt auch an mir nicht spurlos vorbei. Jetzt noch den Transponder abgeben und dann auf die Terrasse vom Playa De Muro um den verdienten Drink zu mir zu néhmen. Bleibe nicht lange dort weil es mir zu kühl wird und radle weiter in mein Hotel Esperanza welches nicht weit weg vom Start Ziel Ort liegt. Auf meinem Zimmer angekommen führt der erste Weg unter die Dusche. Danach Müsli essen, viel trinken , das Fernsehen anmachen und ein wenig Fussball Bundesliga schauen. Um 20 Uhr gibt es heute Abendessen. Danach treff ich mich noch mal mit Freunden auf einen Absacker aber heute Abend liege ich dann doch sehr früh im Bett und schlafe auch sehr schnell ein.


Ein wunderschöner und für mich ganz besonderer Tag geht zu Ende. Träume bestimmt noch von den vielen Steigungen und dem heftigen Wind der heute mal wieder nicht unser Freund war.


Der M312 ist wirklich zu empfehlen, und jetzt kann ich ja auch schreiben, das meine Taktik  die richtige war….

Hier ein paar Tips / Empfehlungen :

Fahrt die ersten 150km durch die Berge nur mit „ Halbgas“ damit ihr noch für die zweite Halbzeit genug Kräfte und Reserven übrig habt!

Bergrunter ein wenig ausruhen denn die nächste Steigung folgt bestimmt. Auch bergab kann man sehr viel Energie verbrauchen!

Was sagt hierzu eine Radfahrerweisheit: Berghoch ist mehr Zeit zu gewinnen als Bergrunter !

  “Wie gestalte ich meine Ernährung. um keinen Hungerast zu bekommen? Was nehme ich besonders auf dem Rad mit?”

Das reichliche Frühstück in zeitlicher Nähe des “langen Rad Marathons ” das auch ruhig kräftiger ausfallen darf (erhöhter Eiweißanteil), um die Blutzuckerkurve lange stabil zu halten, ist unumgänglich. Also, Langschläfer, früher aufstehen! Nur auf die Schnelle einen Topf Müsli hineinzuwürgen (oder auch: Marmeladenbrot, etc.) ist zu kurz vor dem Start nicht richtig. Radsportler, müssen auf dem Rad spätestens nach einer halben Stunde zu essen beginnen und dann alle 15-20 min in kleinen Portionen nachschieben, dabei immer in kleinen Schlucken dazu trinken. Zu Anfang kann es ruhig etwas Kräftigeres sein, auch die Profis essen in der Anfangsphase eines Rennens Schinken- und Käsebrötchen.•Zum Schluß hin wird die Form der Zusatzernährung immer kurzkettiger (will heißen: immer kürzere Zuckermolekülketten), Bananen, Lebkuchen, süße Brote, Riegel kommen zum Einsatz. •Gegen Ende der Belastung  bringen Flüssig-Gels rasch Hilfe. (Nicht zu früh hiermit anfangen ) Hier kann auch dann auch eine Dose eiskalte Cola Wunder wirken, vorrausgesetzt das sonst immer auf dieses sehr zuckerhaltige und ungesunde Getränk prinzipiell verzichtet wird. Cola ist das einzige Getränk was eiskalt  während eines Wettkampfes getrunken werden kann… die Cola kommt nämlich im Magen nur noch als Schaum an.

Empfehlung für dieTrinkflaschen: Eine Flasche mit Wasser und die andere  enthält dann noch zusätzlich Energiezusatzprodukte. 


So das reciht für heute.

Bis bald

Euer Didi